Материал: Практический курс обучения фонетике (немецкий язык). Ковыршина Е.О., Корнева Е.В

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2.3.2. Grundmodelle

Im Unterricht beschränken wir uns auf 4 Grundmodelle (Abb.17). Unter Grundmodellen verstehen wir Intonationsverläufe, die jeweils in einem Sinnschritt realisiert werden.

Wir unterscheiden Gründmodelle für die ruhig / sachlich zu sprechenden Sinnschritte und Grundmodelle für gefühlsbetont / nachdrücklich zu sprechende Sinnschritte.

Wir unterscheiden Grundmodelle aber auch danach, ob sie den Sinnschritt bzw. den Ausspruch abschließen oder ob sie auf einen (möglicherweise) folgenden Sinnschritt weiterweisen.

- Ruhig / sachlich zu sprechende Sinnschritte, die eine Aussage abschließen, werden mit dem Intonationsmodell A realisiert.

- abschließen, werden Gefühlsbetont / nachdrücklich zu sprechende Sinnschritte, die eine Aussage mit dem Modell A' intoniert.

- Ruhig / sachlich zu sprechende Sinnschritte, die vor dem abschließenden Sinnsdhritt stehen, werden mit Modell B realisiert.

- gefühlsbetont / nachdrücklich zu sprechende Sinnschritte, die vor dem abschlißenden Sinnschritt stehen, werden mit dem Intonationsmodell B' realisiert.

Das Modell A' fassen wir also als Variante von A auf, das Modell B' als Variante von B. Abb. 17 stellt die vier Grundmodelle graphisch dar. Die Waagerechten symbolisieren den relativ monotonen Vorlauf, die Punkte markieren die Akzentsilbe, senkrechte Striche nach unten bedeuten Fallton, senkrechte Striche nach oben Steigton. Die Akzentsilben sind entweder hoch- oder tiefgestellt. Der mit der Akzentsilbe verbundene Nachlauf fällt entweder in die Lösungstiefe ab (A und A'), steigt an (B') oder bleibt etwa auf gleicher Tonhöhe (B).

Aussagesätze, die aus einem Sinnschritt bestehen, werden in der Regel nach den Modellen A bzw. A' intoniert.

F ragen, die entsprechend ihrer Wortstellung als solche zu erkennen sind und die einen Sinnschritt umfassen, können mit jedem der vier Grundmodelle intoniert werden. Bevorzugt werden die Modelle A und A'. Werden Fragen mit Modell B intoniert, so wirken sie distanziert, herausfordernd. Fragen entsprechend Modell B' übermitteln dem Hörer ein Gefühl besonderer Kontaktaufnahme.

Ü Bestimmen Sie die Intonationsmodelle !

Muster. Wir bestimmen das Intonationsmodell für den Satz:

Sprechen Sie Russisch?“

Wir überlegen:

Hat der Satz eine Betonung? – Ja

Ist der Satz ein Fragesatz? – Ja

Handelt es sich um eine Entscheidungsfrage? – Ja

Wird die Entscheidungsfrage ruhig gestellt? - Ja

Ergebnis: Modell B.

  1. Ich wohne jetzt in einem Neubau.

  2. Er stand neben mir.

  3. Warum hast du denn nicht aufgepaßt?

  4. Ist Kollege Müller schon da?

  5. Liebst du mich noch?

  6. Marlis ist ins Theater gegangen.

Ü Intonieren Sie die folgenden Fragesätze mit Hilfe der Grundmodelle!

- Soll ich' dich morgen früh wecken?

- Wohnst du gern im Neubau?

- Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?

- Warum kommst du nicht gleich heute?

- Wie alt bist du eigentlich?

2.4. Übungen zu den grundmodellen

2.4.1. GRUNDMODELL A

I ntonationsmuster:

Ü Sprechen Sie die folgenden Sätze!

Einfache Aussagesätze

1. In wenigen Minuten komme ich mit.

2. Ich rufe morgen an.

3. Du kannst kommen.

4. Sie gingen gemeinsam weiter.

5. Sie zeigte ihm das wertvolle Geschenk. .

6. Der Testpilot berichtete über die Ergebnisse seines Fluges.

7. Ich verstehe Sie gut.

8. Peter blieb wach.

9. Von dieser Nachricht war er tief betroffen.

10. Ich lese gerade Schillers "Räuber".

Fragesätze

1. Würden Sie bitte einen Augenblick warten?

2. Wann hat Goethe den "Urfaust" geschrieben?

3. Warum sind die Prüfungsgebühren weggefallen?

4. Wie hoch ist der Abschreibungssatz dieser Maschine?

5. Wie lange soll die Sitzung dauern?

6. Wann sind Sie aus dem Urlaub zurückgekommen?

7. Was soll denn der Anzug kosten?

Befehlssätze

1. Fahren Sie bitte langsam!

2. Kommt näher heran!

3. Schenken Sie sich bitte noch ein Glas Wein ein !

4. Schau mal zum Fenster hinaus!

5. Lesen Sie sich einmal diesen Text durch!

6. Bedienen Sie sich bitte selbst!

7. Lassen Sie sich ruhig Zeit!

Aufzählungen

1. Bringen Sie bitte Tassen, Teller und Bestecks herein!

2.Franz Schubert schrieb Lieder, Kammermusik und Sinfonien.

3. Gestern bekam ich Post von Elfriede, Helga und Klaus.

4. Zur Gartenarbeit brauchst du Spaten, Rechen und Hocke.

5. Sie ist bescheiden, zuvorkommend und hilfsbereit

6. In meinem Garten stehen Pflaumen-, Kirsch- und Birnbäume.

7. Frühnachrichten kommen um fünf, sechs und sieben.

Satzgefüge

1. Ich fühle mich wohler, seit ich die Medikamente nehme.

2. Ich bin bereit, ein so verlockendes Angebot anzunehmen.

3. Als der Startschuß fiel, befanden sich noch 87 Fahrer im Rennen.

4. Ich weiß, daß er die Nachricht schon erhalten hat.

5. Er wußte, daß ich nach Berlin fahren sollte.

6. Ich kann verstehen, daß du meine Meinung nicht teilst.

7. Er sah sich gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen.

2.4.2. GRUNDMODELL A'

I ntonationsmuster:

Ü Sprechen Sie die folgenden Sätze! Einfache Aussagesätze

1. Die Hitze war geradezu unerträglich.

2. Baden müßte man gehen können.

3. Er schien ein bißchen angeheitert zu sein,

4. Wir hatten einen wunderbaren Flug.

5. In Neukaledonien hat ein Taifun besonders schweren Schaden angerichtet.

6. Diesmal ist Marlis mit Klaus ins Theater gegangen.

7. Ich möchte auch einmal im Zahlenlotto gewinnen.

8. Niederschläge werden erwartet.

9. Lehrerin möchte meine Tochter werden.

10. Der Koffer ist zu schwer für dich.

Fragesätze

1. Wo kommst du denn jetzt erst her?

2. Wie lange soll die Sitzung eigentlich noch dauern?

3. Wie können Sie denn so etwas von mir denken?

4. Wer hat dir denn das erlaubt?

5. Wie konntest du nur deinen Ausweis zu Hause liegenlassen?

6. Warum hast du nicht rechtzeitig Theaterkarten bestellt?

7. Welche Telefonnummer haben Sie?

Befehlssätze

  1. Fahre doch bitte etwas langsamer!

  2. Verzeihen Sie bitte!

  3. Geht leise die Treppe hinunter!

  4. Bringe mir die bestellten Bücher mit!

  5. Warten Ste nicht auf mich!

  6. Entscheiden Sie diese Angelegenheit in eigener Verantwortung!

  7. Überlege erst, bevor du schreibst!

  8. Nun komm schon!

  9. Schreibt schneller!

  10. Geh mit dem Porzellan vorsichtig um!

Aufzählungen

1. Er nahm seinen Hut, ging und verschwand auf Nimmerwiedersehen.

2. Nach der Schule rannte er nach Hause, zog sich um und ging trotz des Verbots doch ins Bad.

3. Eine Stewardeß muß taktvolt, gebildet, freundlich und ausgeglichen sein.

4. Besorge bitte noch Brot, Milch und Eier!

Satzgefüge

1. Es ist möglich, daß die Abreise um ein paar Tage verschoben werden muß.

2. Ich kann verstehen, daß Sie im eigenen Wagen reisen wollen.

3. Ich vertraue dir, well du mein Freund bist

4. Als wir einander begegneten, grüßte er freundlidi.

5. Nur wenn ich Urlaub habe, kann ich so lange schlafen.

6. Du siehst doch, daß ich viel zu tun habe.

7. Ich fühle mich wesentlich wohler, seit ich vom Urlaub zurück bin.

8. Es ist durchaus möglich, daß der Zug Verspätung hat.

9. Nur wenn es Ihnen recht ist, werde ich morgen früh anrufen,

10. Ich werde keinesfalls nein sagen, wenn mir ein so verlockendes Angebot gemacht wird.

Источник: https://studfile.net/preview/16567931/